Gleisbau
Nach den zahlreichen Neuzugängen im Jahr 2010 war klar, dass wir weitere Umsetz- und Abstellgleise im Museumshof bauen müssen.
Die Planung sah so aus:



Im Neckargemünder Steinbruch durften wir im August 120m Schienen bergen.



So, wie die nachfolgend beschriebenen Arbeiten, entstand unsere komplette Gleisanlage seit 1998, nur anfangs ohne Gabelstapler.

- Gleich nach der Fahrsaison 2010 ging es an die Vorbereitungen.
Für den Weichenbau wurden in einem anderen Steinbruch je zwei Herzstücke und Zungen geborgen und neu aufgearbeitet.



Das Herzstück wurde dabei verschlankt



In "unserem" Steinbruch findet man zum Glück immer noch Schwellen.



Aus Reststücken wurden Radlenker angefertigt



Sie wurden eingeschnitten, erhitzt, abgekantet und wieder verschweißt





An darauf folgenden Samstagen wurden die Schienenstücke für die Weichen angefertigt, die Schwellen abgelängt und an den zu verschweißenden Stellen blank geschliffen



Nach Weihnachten wurde der Resturlaub zum Gleisbau genutzt, wenn auch unter sibirischen Bedingungen



Zuerst wurde die Weinheimer Weiche mit dem Schweißbrenner gerichtet, die Schwellen zusätzlich verschweißt und ein selbst gefertigter Stellhebel montiert.



Dann wurde eine der beiden Neubauweichen darauf aufgebaut






Am zweiten Tag lagen dann zwei fertige Linksweichen im Schnee vor der Halle.



Da es noch hell war, wurde mit dem Bau der geraden Gleise begonnen.



Die Schienen wurden auf den beiden Rollböcken mit Lehren ausgerichtet und mit den darunter gepratzten Schwellen verschweißt





Nach ein paar Stunden war der Stapel schon beträchtlich in die Höhe gewachsen



Inzwischen hat der Junior den Schnee geräumt, damit der Stapler in Aktion treten kann



Am späten Abend waren zwei Weichen und 25m gerades Gleis fertig



Nachdem ich den dritten Urlaubstag alleine zum Bau der Rechtsweiche nutzte, ging es am vierten Tag mit vereinten Kräften beim Gleisbau weiter.



Zunächst wurden mit der Biegekralle Knicke im Gleis beseitigt



auch komplette Radien kann man so damit biegen





Die Kurve wurde dann an die am Vortag gebaute Rechtsweiche angepasst.







Beim Rangieren der beiden letzten Gleise knickte dann einer der beiden altgedienten Rollböcke ein





Das fertige Werk nach vier Tagen: 3 Weichen, 7 gerade und 1 gebogenes Gleis



Am Dreikönigstag und an dem darauf folgenden Samstag wurden die Gleise verteilt





Nun waren wir soweit, dass es an das Verlaschen und Unterfüttern (Stopfen mit Schotter) der Schienen gehen sollte.
Doch zunächst mussten wir schnellstens alles wieder abräumen, da direkt darüber der Berg durch das Tauwetter in Bewegung geriet.



Im April wurde die gefährliche Wand gesprengt


Dies war dann am 4.6.2011 die Ausgangsbasis für den Neuaufbau:












Wer hat denn da eine Wanne verbuddelt?






Die Frauen ruhen sich vom Unkrautrupfen aus
























36 Stunden später, nach zwei 12 Stundenschichten mit der schlagkräftigen Truppe kann sich der Museumshof wieder sehen lassen und die ersten Züge sind bereits eingefahren:






Der Dieselverbrauch der drei eingesetzten Maschinen war übrigens identisch mit dem Getränkeverbrauch an dem heißen Wochenende, jeweils 75 Liter.
Nebenbei wurden 304 Laschenschrauben verschraubt.

In der darauf folgenden Woche ging das Verlegen der Gleise weiter









Inzwischen ist auch das aufwendige Unterfüttern der Schwellen erledigt.

Als nächstes erhielt der museal aufgestellte Löffelbagger einen "Gleisanschluss". Hier werden die frisch gelegten Schienen für große Geräte überfahrbar gemacht:








http://www.youtube.com/watch?v=0I6wE_wkZug






Fertig!!

Doch es war nicht lange Ruhe......
http://www.feldbahn-dossenheim.de.tl/Gleisbau-2.htm
 
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