Hochschwarzwald 1995
An einem kalten Januartag 1995 zog es uns in den Schwarzwald. Zunächst war der Einstieg in die Grube Tannenboden bei Wieden geplant. Da der Stollen neben dem Fahrweg mehrfach zugeschweißt war, ging es einige Meter weiter höher im Wald in den oberen Eingang, für den die Beschreibung Fuchsloch eigentlich schon eine Übertreibung darstellte. Der Schnee lag mindestens 1,20m hoch, und bereits beim Aufstieg stellten wir fest, dass eine Grubentour in dieser Gegend im Januar nicht die beste Idee war.



Wie auf diesem Bild zu sehen ist, war die Grube unglaublich nass.


Nach kurzer Zeit trafen wir auf diesen Schacht mit hölzernen Fahrten. Da diese teilweise zusammengebrochen waren, mussten wir uns zusätzlich sichern. Nach ca. 40m kamen wir klatschnass unten an, da wir zwischendurch einen Wasserfall durchqueren mussten. Mit Grausen dachten wir bereits hier an den Rückweg ins Tal bei eisigen Minustemperaturen im Freien.


Doch zunächst herrschte Freude über den gelungenen Abstieg und den vielen Schrott, der da herumlag.




Bald kamen wir auf einen Schrägschacht mit Bremsberg, der uns in die nächsttiefere Sohle führte.



Dort unten waren auf Schritt und Tritt Löcher im Boden, die von tieferen Abbauen durchgebrochen sind. Es gab auch hier noch einen Fahrschacht, der 150m tiefer auf die Grube Anton treffen soll. Wir sind nicht abgestiegen, da wir nicht genug Seil dabei hatten.




Da die Grube extrem feucht war (wir hatten fast immer Nebel), sind leider nur wenige Bilder brauchbar geworden.
Während dem Abstieg ins Tal sind uns die nassen Klamotten während dem Laufen steifgefroren.
Trotzdem wurde im VW Bus übernachtet, es hatte am nächsten Morgen -20°C im Auto. Aber wir wollten ja noch in die Grube Anna bei Todtnau. Nachdem wir dort zwei Stunden im Tiefschnee herumpurzelten und den zugeschneiten Eingang nicht fanden, schauten wir noch an der Grube Brandenberg vorbei. Siehe da- die Tür stand einladend offen. Gleich nach dem Eingang Schienen und Eiszapfen:


Blick in den Firstenbau über der Hauptstrecke, das blaue Band ist Flusspat


Dieses Förderwagenuntergestell ließ sich noch herumschieben


Die Fördermaschine mit mannshohen Seiltrommeln


Blick vom Stand des Fördermaschinisten auf die Seiltrommeln und den Teufenanzeiger.
Im Vordergrund das Handrad für die Geschwindigkeitsregelung des Förderkorbs




Ein Förderkorb, davor eine Schiebebühne am Blindschacht


Blick in den Schacht mit Holzausbau (Holz, logisch, wir sind im Schwarzwald)


Und die erstaunlich kleine Seilscheibe


Ein "alter Mann", in dem Wasser aufgestaut wurde


Die Sprengkammer


Eine zweite Strecke führte an einen Bremsberg, hier der Schaltkasten für die Haspel



Rechts der Bremsberg, der ins Nirwana führt. Die Schienen liegen auf einem Strossenbau, der dann nach einigen dutzend Metern zusammengebrochen ist. Da auf den eingezogenen Balken Dielen liegen, und diese mit Gestein bedeckt sind, sieht man erst spät, auf was man eigentlich läuft....


Das linke Gleis führte in eine Strecke, die auch stark von unten angenagt war.
Das Licht unserer Halogenlampen reichte nicht, um die Hohlräume unter uns auszuleuchten.

Zwischendurch scheuchten wir noch zwei Mineraliensammler auf, die hemmungslos Flusspat von den Wänden klopften und Müll in der Grube verteilten. Nicht gerade meine Freunde...

Kurz nach der Jahrtausendwende wurden die damals von uns befahrenen Grubeneingänge von den Flusspatwerken Pforzheim aufwendig verwahrt.
 
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Fahrtage
 
Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

Sonntag, 24.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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