Käferlokbau
Die Entstehung der Kleinlok:

Angefangen hat alles mit der Idee in jungen Jahren, einen Käfermotor auf ein Lorengestell zu bauen und damit herumzudüsen. Das war 1987. Nachdem ein Lorengestell besorgt und Käfermotoren und Getriebe vorhanden waren, wurde es damals immer wieder beiseite gestellt und 1989 ganz aufgegeben, da wir ab dann kein Gelände für unsere Bahn mehr hatten.
2006 habe ich die Idee wieder aufgegriffen, als an einem kalten Wintertag die beiden Diesel entweder gar nicht ansprangen oder Probleme mit dem Öldruck hatten. Schlüssel rumdrehen und losfahren ohne großen Aufwand - das wär`s! Dafür sind luftgekühlte Volkswagen bei jedem Wetter bekannt.
Es wurde in der Garage gewühlt und tatsächlich noch ein paar Teile, die ich damals schon für das Projekt angefertigt hatte, gefunden.
Klar war jetzt auch, das die Lok möglichst schwer werden sollte, um möglichst viel zu ziehen, also wurde ein Rahmen geschweißt und mit Beton ausgegossen. Das ganze sollte dann möglichst wie die Kleinlok von Hatlapa aussehen.
Zunächst kaufte ich eine alte Feuerwehrpumpe, die idealerweise schon den Tank und das "Armaturenbrett" bei dem fast unbenutzten Käfermotor dabei hatte.




Der 30 Ps Motor stellte sich als fast unbenutzt heraus, wahrscheinlich hat ihn mit der Handkurbel keiner anbekommen. Nicht schlecht für Bj 1960.



Aus dem Material eines geschlachteten Archivfahrregals wurde ein Fahrgestell zusammengeschweißt, das ein bisschen breiter als ein Lorengestell ist.




Schutzbügel aus Heizungsrohren und Gitter aus dem Steinbruch




vorher wurde mal alles zusammengestellt und probe gesesen.



Inzwischen wurde klar, dass es ziemlich eng werden würde, aber die Lok durfte nur 1,70m lang werden, sonst hätte sie nicht mehr zu den Personenwagen in die Garage gepasst.



Dann wurde das Fahrgestell umgedreht und mit Beton ausgegossen.




Bis der Beton trocknete, wurde der Motor hergerichtet und ein VW-Bus T2a Getriebe von 1969 angeflanscht. Das Bus Getriebe ist robuster und kürzer übersetzt als ein Käfergetriebe, also ideal.




Nebenbei wurde ein Bremsgestänge " entwickelt"




Die selbstgedrehte Aufnahme für das Taberlock wurde am Antriebswellenflansch des Getriebes verschraubt.



Das fertig montierte Ritzel. Da ich das Differential nicht Sperren wollte, wurden zwei Ketten von der Achse zum Getriebe gelegt, die man daher schwächer auslegen konnte.



Die Achse wurde kurzerhand durchtrennt, um die drei Ritzel aufschieben zu können. Die beiden großen Ritzel sind für die Kraftübertragung zum Getriebe und ergeben ein Übersetzungsverhältnis von 1:1,6. Da die Lorenräder auch nur halb so groß wie Käferreifen sind, ergibt sich eine feldbahntaugliche Geschwindigkeit. Das dritte Ritzel ist zum Kuppeln mit der anderen Achse und wurde direkt verschweißt.



Inzwischen war der Beton trocken, die Achsen wurden wieder eingebaut und die Lok umgeworfen. Dann ging es an die Endmontage.



Auf diesem Bild sind die Umlenkrollen für die Bremse und die Tankaufnahme gut zu sehen.




Ein paar Tage später wurde dann das fertige Produkt mittels Holzrampe auf den Hänger gefahren.




Erst mal voll tanken







Von der Idee bis zur Umsetzung hat es zwar 20 Jahre gedauert, aber vom Beschluss, das Projekt zu bauen, bis zur Probefahrt nur 6 Wochen. Die ersten 2 Wochen gingen für Teilebeschaffung drauf, dann wurde 4 Wochen feierabends und samstags gebaut. Die Lok wiegt nach Fertigstellung 980 Kg.


Nachdem sich die Maschine 3 Jahre bestens bewährt hat, wurde zum Jahreswechsel 2009/2010 die Kette zwischen den Achsen gegen eine wesentlich robustere ausgetauscht. Da diese Kette auch die Bremskräfte mit übertragen muss, war sie vorher schnell verschlissen. Die neuen Kettenräder wurden passend zu Achsdurchmesser aufgespindelt, durchtrennt und auf die Achsen geschweißt.


Man beachte den Größenvergleich altes - neues Kettenrad




Nun wurde die Maschine noch um 300Kg mit Stahlplatten aufgelastet und mit einem rustikalen Sandkasten ausgerüstet. Jetzt können auch größere Züge bewegt werden.



 
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Fahrtage
 
Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

Sonntag, 24.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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