Motoreninstandsetzung Jung
Unsere Junglok hat noch ihren orginalen Motor, mit dem sie 1941 ausgeliefert wurde.

Der Jung Einzylinder hatte schon beim Kauf 1987 einen Pleuellagerschaden, der dann im März 2009 vor der Eröffnung des Steinbruchs endlich mal repariert wurde.



Der Motor mit abgebautem Kolben/ Zylinder:



Hier ist das defekte Lager zu sehen. Da es nur über eine Tropfschmierung durch den Schleuderring mit Öl versorgt wird, gab es früher oft Lagerschäden, wenn die Anlaßvorschriften nicht penibel eingehalten wurden.







Um die Ölversorgung für das Pleullager sicherzustellen, sollen Tropfröhrchen und Schleuderring gereinigt und geprüft werden. Um hier heranzukommen, musste das vordere Gegengewicht von der Kurbelwelle demontiert werden. Die Schrauben wollten allerdings nicht freiwillig nachgeben.



Hier ist das Tropfröhrchen schön zu sehen.



Der Pleulzapfen ist bei Vorkriegsmotoren noch ungehärtet und nutzt sich daher oval ab. In unserem Fall war er noch in der Toleranz und  wurde nur poliert.



Der Motor wurde innen gereinigt und alles eingestellt, außen neu lackiert



Inzwischen wurde das alte Pleuellager ausgedreht, verzinnt, im Schleuderverfahren ausgegossen und ausgespindelt. Besonders schwierig war die Anpassung der Auslaufradien an den Kurbelzapfen, die mussten mehrfach nachgefräst werden.
In der unteren Lagerhälfte ist die Öltasche zu sehen.



Das montierte Pleuel:





Nun musste die Verdichtung mit Hilfe der neu angefertigten Unterlagbleche eingestellt werden



Gemessen wurde, indem bei montiertem Zylinder der Kolben nach oben gedreht wurde, der dann auf OT ein Stück Bleidraht zusammendrückte. 



Der flachgedrückte Bleidraht wurde gemessen, dadurch erfährt man die Größe des Brennraums.



Die Ventilfedern



Der Dekompressionshebel fehlte 1987 und wurde neu nachgefertigt.



Die Schmierung erfolgt über diesen Boschöler, wie er sonst an Dampfmaschinen und alten Lanz Traktoren zu finden ist, da der Zweitakterdiesel kein Öl im Kurbelgehäuse haben kann.



Es gibt 6 einzelne Ölpumpen, je 2 versorgen die Zylinderlaufbahn, je eine die beiden Hauptlager, das Pleuellager und den Regler. Jede Schmierstelle bekommt genau definierte verschiedene Mengen Öl, nur wenige Tropfen pro Minute. Der Regler ist ein feinmechanisches Meisterstück, es gibt keine Dichtung, alles ist so genau eingepasst, daß es beweglich und doch öldicht ist. Der Antrieb war allerdings ausgeschlagen und wurde neu angefertigt.



Nach 6 Wochen Arbeit lief die Maschine wieder wunderbar, hat allerdings immer noch Probleme mit dem Kaltstart, der ja mit der Handkurbel erfolgen muss und daher ziemlich anstrengend ist.


 
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