Savoyen-Seealpen-Provence 2014


2014 machten gleich vier T2 die französischen Alpen unsicher.



Außer meinem Westfalia Bus war auch meine Pritsche dabei. Dafür gab es einen traurigen Grund, denn einem Freund ist sein T2 ausgerechnet zwei Wochen vor dem gemeinsamen Urlaub ausgebrannt.

Gleich nach dem Brand wurde meine Pritsche als Ersatzfahrzeug für die Reise durchgecheckt. Außerdem bauten wir eine Campingbox aus wasserfesten Spanplatten  - die Farbe war noch stellenweise feucht, als wir Donnerstags nach Dienstschluss gemeinsam in Richtung Frankreich aufbrachen. Auch ein Wertgutachten als Voraussetzung für eine Kaskoversicherung bei Oldtimern wurde noch schnell gemacht.










Erste Anlaufstelle war wieder die Mine de Bitume bei Annecy (vergl. 2013).







Auf der zweiten Sohle konnten wir die Wanne wieder auf die Decauville Lore heben, die sich nun frisch zusammengebaut stolz auf den Fotos präsentiert.




Aufgrund des schlechten Zustands der Schienen über dem Schrägschacht wurde sie nicht darüber gefahren.




Fledermäuse



Die Nacht auf dem Grubengelände verlief sehr unruhig, ab ein Uhr zog ein Gewitter über uns, um vier Uhr stellten wir fest, dass unser Bus auf einem Ameisenbau parkt, aber leider erst, als diese neben den Schränken mit Geschirr und Lebensmitteln auch bereits die Bettwäsche erobert hatten.

Unbeeindruckt setzten wir am nächsten Morgen die Reise Richtung Aix-Les-Bains fort.

Den unterirdischen Kalksteinbruch bei Chanaz haben wir nicht gefunden.

Dafür landeten wir am Col du Chat einen Volltreffer, die Eingänge der Mine de Ciment fand ich ohne Koordinaten und ohne genaue Karte auf Anhieb.

Der untere Stollen diente der Wasserlösung, nach 10m versperrte uns eine Staumauer den Weg.







Die nächste Sohle war dann ergiebiger. In sechs parallel Richtung Süden ausgerichteten Strecken wurde Kalk auf einer Länge von 80-300 m  abgebaut. Sie waren mit Querschlägen verbunden.




Hier führt eine Fahrt (Leiter) durch einen Schacht in die tiefere Sohle. Leider hatte ich meine starke Lampe fürs Fotografieren im Auto vergessen, so dass in dieser Grube nur meine Helmlampe mit 170 Lumen zum Ausleuchten der Fotos genügen musste.










Die Drehscheibe in 500mm Spurweite ist völlig versintert.




-Höhlenperlen-













Nach 1,5 Stunden unter Tage fahren wir aus.




Die neue Kamera hat die Feuchtigkeit in der Grube nicht gut verkraftet, daher sind die restlichen Bilder dieses Tages leicht milchig.
Von der Grube führt ein Durchbruch zu den Betriebsgebäuden in östlicher Richtung.







In diesem Bau direkt an der Passstraße liegen noch Schienen.




Nach wenigen Metern erreichen wir die Passhöhe auf 638m.



Wo auf dem oberen Bild Bus und Pritsche stehen, lagen auf dem Bild von 1908 Gleise der Grubenbahn.




Wieder nur ein paar Meter weiter der Blick auf Aix-Les-Bains.




Auch das Zementwerk wurde wieder besucht (Beschreibung siehe 2013).












Unter Tage konnte nun die Kamera zusammen mit der starken Lampe zeigen, was sie kann.





















Nach zwei Stunden fuhren wir aus und übernachteten auf dem Grubengelände.

Der nächste Anlaufpunkt war der unterirdische Marmorsteinbruch (Beschreibung siehe 2012).




Die Gruppe kraxelte den Bremsberg hoch und hatte vor der Befahrung Zeit, die Ruinen der Außenanlagen zu erkunden.




Mit vereinten Kräften wurde eine Lore des Hersteller Jules Weitz, Lyon wieder zusammengebaut und aufgegleist.




Zur Veranschaulichung habe ich Fotos aus der Betriebszeit von vor 1929 mitgebracht...













Gruppenfoto im Eingangsbereich.







Noch ein Gruppenfoto unter Tage - man muß schon genau hinsehen, um die Gruppe überhaupt zu erkennen.




Die Sprosse war schon vorher durch.






Nach einer Stunde unter Tage erreichten wir die große Kammer mit den Loren.
Sie waren bereits mit brennenden Teelichtern geschmückt. Ja, wir sind nicht die einzigen, die diesem Hobby frönen.



Natürlich wurde auch hier wieder ausführlich mit den gut hundertjährigen Decauville Loren gespielt.












Nach dem Durchkriechen der Verbruchstrecken erreichen wir nach zwei Stunden wieder das Tageslicht und den zweiten Bremsberg.






Übernachtung hoch oben in der Einsamkeit des Massif de Chartreuse.










Weiter ging die Reise nach St. Julien-Montdenis. Beim Einfahren in die Schieferschlucht wurden wir von Einheimischen vor Wölfen gewarnt.





Den schmalen Pfad durch die Schlucht haben alle unbeschadet überstanden.



Vorbei ging es am Wasserfall und dem Flusstunnel.





In den Stollen der gegenüberliegenden Wand entdeckten wir einen Steinbock.




Nun erreichten wir den Zugang des Flusstunnels und alle hatten hier viel Spaß.












Vom Aussichtspunkt aus hatten wir eine Stunde später einen tollen Blick über Maurienne und auf die Stollen in der Wand über Montricher-Albanne .



Unter uns lag das Abbaugebiet von Villard Clement, es wurde am nächsten Vormittag angegangen.






An den Seilen, die durch das Fenster führen und an einer Wand im Stollen verankert sind, hängt die Seilbahn.










Unter einem Verbruch entdeckten wir den Kompressor.







Obwohl wir heute noch weit fahren wollen, ging es auch noch in den Kalksteinbruch Le Mollard Plan von Montricher.




Jetzt aber schnell über den Col de Galibier.













Die nächsten beiden Tage verbringen wir im Vallee du Fournel.









Hier bauten wir aus der Not die Fahrradträgerabstützung nach Bauart Fred Feuerstein.







Col de Pousterele (1763m)





Col de Valbelle auf  2372m. Da die Nordrampe neuerdings stark ausgewaschen ist, wird sie inzwischen mit Schwierigkeitsgrad 4 angegeben, was ich ziemlich übertrieben finde.


















Übernachtungsplatz am Col de Coche mit Aussicht auf den
Lac de Serre-Ponçon.






Aufbruch bei strahlendem Wetter zum Col du Parpaillon / Tunnel du Parpaillon auf 2632m, Schwierigkeitsgrad 3-4.
















Die beiden T2 ruhen sich vor dem Tunnel aus und schauen auf den von ihnen zurückgelegten, beschwerlichen Weg, während wir auch mal was tun und noch näher zum Gipfel kraxeln. 





oben: jetzt sind die Busse ganz klein.
unten: aber der Berg ist immer noch groß.




























Nachdem sich nun auch der letzte Teilnehmer verabschiedet hat, blieben wir noch eine Weile am Fuß des Parpaillon, auch über Nacht.










Nun sind wir nicht etwa in Tibet, sondern bei La Condamine und schauen auf die Kaserne des Fort Moyen, welches zum Komplex des Fort Tournoux gehört. Die vielen Löcher in der Felswand rechts weckten meine Neugier und so machte ich mich an den Aufstieg zu dem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Fort, welches 1947 stillgelegt wurde.






Nach einer Stunde stand ich vor dem leider verschlossenen Tor des Fort.













Beim Abstieg inspizierte ich die unterirdischen Zugänge.



Tatsächlich fand sich ganz unten ein Schlupfloch in die unterirdischen Bereiche.



Gut 1000 Stufen führten nach oben, bis ich wieder vor einer verschlossenen Stahltür stand.



Eine Zugbrücke unter Tage sieht man auch nicht alle Tage.




Also stieg ich noch weiter nach unten ab und fand ein kleines Stromaggregat.






Eine Materialseilbahn.



Jetzt bin ich in dem Bereich, in dem einst die Geschütze standen, die das Tal der Ubaye verteidigten. Auch hier ist alles in den Fels gehauen und von außen kaum zu sehen, auch die vielen Munitionskammern. Nach einer Stunde machte ich wieder an den Aufstieg aus dem Komplex.
















Das hoch darüber gelegene Fort Supérieur erwandern wir am nächsten Tag von Tournox aus. Die einziehbare Brücke am Eingang ist nicht ganz eingezogen, so dass der Zugang für Mutige möglich ist.












Von hier oben schauen wir auf die Kasernen des Fort Moyen, die gestern hoch über uns thronten, und in das Tal der Ubaye unter uns.




Auch hier oben gab es wieder ausgedehnte unterirdische Teile, wir hätten stundenlang laufen können.













Doch noch waren wir nicht ganz oben. Die Batterie des Caurres liegt eine halbe Stunde weiter im Wald.



Es gab noch weitere Anlagen darüber, die wir aus Zeitgründen nicht besichtigten.

Denn die Fahrt führte weiter ins Tal von Saint Paul sur Ubaye zu einer Brücke wie aus 1001er Nacht.




Natürlich wollte ich auch über die Pont de Chatelet fahren...




...und in die Schlucht hinunter sehen.






Der Übernachtungsplatz an sich war schon schön....






...aber die wahrlich märchenhafte Aussicht über den Tisch und aus dem Schlafzimmerfenster auf die Pont de Chatelet  war so schnell nicht mehr zu übertreffen.






Wir überquerten die Grenze zu Italien mit dem Fernziel Tende. In Demonte bogen wir in ein Seitental ab, welches uns über 25 km hoch in die Berge des Piemonts führte.
 

























Bei San Giacomo gibt es zwei Wasserkraftwerke, an deren Druckleitungen jeweils ein Bremsberg installiert ist.







Über Borgo del Camazzo erreichten wir den Col De Tende. Auf dem Bergkamm vor uns verläuft die Grenze zwischen Italien und Frankreich. Dort wollten wir auch hoch, jedoch von Frankreich aus, denn die Südseite des Col de Tende hat 49 Kehren ist damit der kurvenreichste Pass Europas.
Doch zunächst stehen wir vor dem Tendetunnel, welcher ampelgeregelt immer nur in eine Richtung befahrbar ist. Genau vor uns wurde die Ampel rot, Wartezeit eine halbe Stunde.




Hinter uns bildete sich eine lange Schlange.







Am anderen Ende des Tunnels für uns und einige Endurofahrer die Enttäuschung: Die Franzosen haben den Pass gesperrt.
Also versuchten wir ohne Erfolg, das Fort Central,  welches wir bereits erspähen konnten, über Waldwege zu erreichen.



Daher ging es wieder durch den Tunnel zurück und wir fahren den Col de Tende auf 1908 m Meereshöhe nun doch über Italien an.
Wie man sieht, mit Erfolg...














Was für ein Klotz....
Das Fort Central wurde 1880 von den Italienern erbaut und ist Teil einer Linie von Verteidigungsbauten.



Hier biegt in östliche Richtung die legendäre Ligurische Grenzkammstrasse ab, die auf 63 Km durch die Einsamkeit und fast immer auf 2000 Höhenmeter verläuft. Wir schnupperten ein Stück hinein, da sie aber mit Schwierigkeitsgrad 4-5 angegeben ist, kehrten wir rechtzeitig um.




Obwohl laut Beschilderung in westlicher Richtung auch nur 4x4 Fahrzeuge fahren dürfen, folgten wir der Staubwolke eines Range Rover (rechts im Bild) und erreichten bald darauf das Fort Marguerie.










Von hier aus hatten wir einen tollen Blick zurück auf das Fort Central und die Südrampe des Col de Tende. Der Pass ist nicht nur von unten durch Beschilderung gesperrt, in der letzten Kehre wurde außerdem eine Sperre errichtet.
 



Wir folgen der 4x4 Piste nach Westen...




Vorbei an weiteren verfallenen Kasernen aus Mussolinis Zeit.





Zur Übernachtung verließen wir die ehemalige Militärtrasse in der Nähe der Baisse de Peyrefique.







Heute gibt es Pizza.




Auch beim abendlichen Spaziergang stießen wir auf weitere militärische Anlagen.




Ein Erwachen in den Wolken hielt der nächste Morgen für uns parat. 



Daher frühstückten wir im Auto bei laufender Standheizung und beschlossen notgedrungen, die für heute angesetzte Bergwanderung ausfallen zu lassen.



Also ging es weiter auf dem alten Militärversorgungsweg Richtung Tende. Nach einigen Kilometern, ungefähr auf Höhe der Baisse dÒurne, die wir im Nebel gar nicht sahen, begann es in Strömen zu regnen.



Nachdem der Weg einen weiten Bogen nach Westen gezogen hatte, ging es in immerhin 35 Serpentinen talabwärts, die alle für den Wendekreis des T2 zu klein waren. Jede Kurve bedeute Zurücksetzen auf Schlamm und Schotter, teilweise am Abgrund mit entsprechendem Nervenkitzel. So waren wir froh, als nach 20 km und über 2 Stunden Fahrt endlich Tende aus dem Nebel in Sicht kam.



Nun durchquerten wir zügig die Seealpen. Hinter dem Col de Brouis hatten sich die Wolken verzogen und wir bogen bei Sospel kurz entschlossen ins Mercantor ab.






Am nächsten Tag ließen wir die Seealpen schnell hinter uns, flitzten auf der Stadtautobahn über den Dächern von Nizza zum Tag am Meer bei Antibes. Es wurden zwei Tage.




Wir cruisten auch an der Strandpromenade von Cannes. Inzwischen werden hier nicht nur Ferraris, Lamborghinis und Bentleys fotografiert, sondern auch verschlammte T2.




Dolmen de la Pierre aux Fées bei Draguignan.




Eine verfallene Mühle im Niemandsland hinter Ampus.










Im nahe gelegenen Wald wurde Holzkohle für den Eigenbedarf hergestellt.




Wieder ein Schlafplatz wie aus dem Bilderbuch.




Bootstour in der Verdonschlucht.









Übernachtungsplatz auf dem Hochplateau über Moustiers-Saint-Marie.



Hier unten sind wir gestern Boot gefahren...



...heute wandern wir durch den Grand Canyon Europas.




Zum Übernachten fahren wir in ein Seitental vor das Ruinendorf Châteauneuf.
Hier bleiben wir nicht allein, es kreuzen noch zwei T4 auf. Während der Französische sich abseits stellt, sitzen wir noch mit den Deutschen zusammen und tauschen Reiseerfahrungen aus.



Am nächsten Morgen wandern wir zu dem mystischen, verfallenen Dorf. Warum wurde es wohl aufgeben? Ein möglicher Grund fand sich an der Gedenktafel der Gefallenen des 1. Weltkrieges. So ließen 1917 11 männliche Dorfbewohner im Einsatz für ihr Vaterland ihr Leben, viele davon mit dem gleichen Nachnamen. Kurz danach wurde das winzige Dorf verlassen.












Weiter geht es auf dieser schönen Straße Richtung Nordwesten.





Da landschaftlich eher uninteressant, drehen wir nach 14km wieder um und erreichen über eine Querspange die D17.
Nach ein paar Kilometern auf Asphalt kommt das Schild, welches besonderen Fahrspaß für die nächsten 12km bis Majastres ankündigt. 










So können in Frankreich Landstraßen aussehen.




Übernachtung in den Bergen über Majastres.









Brennöfen eines Kalksteinbruches am Rand von Digne.










Die Ammonitenwand an der D900a.







Einfahrt zur Clues de Barles.











Am Ortseingang von Barles führt ein kleiner Weg in eine enge Schlucht. Wir fahren hinein und entdecken ein schönes hochalpines Tal.




Nach drei Kilometern muss man ein breites Bachbett überqueren. Der Fahrer eines T5 hat sich das wohl nicht getraut und deshalb übernachtet er davor.




Und hier blieben wir zum Übernachten.




Bereits während der Anfahrt entdeckten wir diese Autowracks.
Man hat versucht, mit mehreren Kasten Renault 4, einem Renault 20, einem Citroen CX und einem /8 Benz, den in die Schlucht abbrechenden Fahrweg zu stabilisieren. Alles Autos aus den 70ern, der Bauzeit unseres T2.



Da ich von oben noch einen alten Kombi unbekannter Bauart entdeckte, holte ich das Seil aus dem Bus und stieg ab. Hier unten zeigte sich, das er komplett mit Schotter zugeschwemmt war, ein weiterer R4 Kasten darunter nicht.




In diesem Tal wären wir gerne länger geblieben, doch inzwischen sind wir den 21. Tag in Frankreich und müssen an den Heimweg denken. Also verlassen wir am nächsten Morgen zeitig bei schönstem Wetter die Schlucht. 
Der versteinerte Meeresboden ist hier senkrecht aufgefaltet.




Hinter Barles biegen wir auf die D7 und den Col de Fanget ab.







Die 900C führt durch die Gorges de Blanche.






Hinter der riesigen Staumauer des Lac de Serre-Ponçon sehen wir den von Wolken umgebenen Parpaillon, der zu Beginn unserer Reise über/durchquert wurde.






Valbonnais.
Frei nach dem Motto das Beste kommt zum Schluss zeigte sich am Ende unseres Urlaubs ein altes Zementwerk als besonders interessante Anlage. Die Betriebsgebäude und die Brennöfen sind größtenteils verfallen, nur das ehemalige Büro wird noch als Lagerraum genutzt.































Ein abgedeckter Ofen.




Was war das???











Die Lösung war schnell klar: Hier gab es einen Bremsberg, von der Bestückerhalle über den Brennöfen zum Förderstollen.






Der Schrägstollen trifft auf den abgesoffenen Förderstollen.




Der Förderstollen diente auch zur Wasserlösung. Dessen Eingang befindet sich direkt unter der Strasse und ist nach 10m wegen einer Staumauer nicht begehbar.







Der abbauwürdige Kalk lag in einer Spalte von maximal 4 Metern Breite und 5° Schräge an. Man hat direkt übereinander Stollen in den Berg getrieben und diese dann mit Firsten.- und Strossenbauen unterirdisch miteinander verbunden. So kommt es, dass manche Stollen schon nach 20m im Bodenlosen enden, andere erreichen die so entstandenen Hohlräume erst nach 200-400m.
Der Berg öffnet sich daher auch gleich über der Strasse schon wieder.



Doch Vorsicht, vorher gibt es noch dieses offene Loch zum Förderstollen, direkt neben der Strasse.




Auch im Stollen gibt es mehrere Durchbrüche zur untersten Sohle.




20 Meter weiter hat man alles Material abgebaut und wir schauen auf das angestaute Wasser der untersten Sohle.




Also fahren wir wieder aus und klettern zur nächsten Sohle.
















Hier ist der ungewöhnlich hohe und breite Stollenquerschnitt zu sehen.
Leider wurde mein Stativ ein paar Tage zuvor bei einer nicht näher zu beschreibenden Aktion zerquetscht, daher gibt es hier nur Bilder "aus der Hüfte geschossen".




Diesmal können wir gut 200 m einfahren, bis sich wieder der Boden vor uns öffnet.




Video: im Altbergbau



Diesen Durchbruch zur nächsten Sohle über uns werden wir später von oben sehen.






So ging das noch eine Weile und wir kamen immer höher.










Nach einer Kletterpartie erreichten wir den Stolleneingang der sechsten Sohle, der für uns eine Sensation parat hielt.




Einen komplett erhaltenen Holzkastenkipper habe ich noch nie außerhalb von Museen gesehen. Die Achsen fehlen allerdings.









 


Auf dieser Sohle gab es zunächst nur wenige Durchbrüche zu den tieferen Bauen...




... doch dafür umso mehr nach oben.






Der First über uns verschwand mehrmals in den nächsthöheren Sohlen (Firstenbau), so dass sich der zunächst 6m hohe Abbau, in dem wir uns bewegten, schrittweise immer mehr erhöhte, bis er nach 600m im Berg eine Höhe von vielleicht 50m oder noch mehr erreichte, sich aber auf einem halben Meter Breite verjüngte.
Die Fotos können die Höhe aufgrund der Enge nicht annähernd wiedergeben. 
Vorher mussten einige offene Schächte überwunden werden, daher blieb Alica allein auf den letzten 100m zurück und ich drehte auch hier um.




Zurück zum Tageslicht.
Es ist ungewöhnlich, von unter Tage das Licht durch zwei Eingänge zu sehen.




Die Tagesanlage noch einmal von oben angezoomt.




Der Abstieg auf einem ehemaligen Schrägaufzug.







Jenseits des Flusses gab es weitere Suchstollen.







Der Grand Pré in Pruniéres wird anscheinend als Museum hergerichtet.




Neben einigen Hunten und Förderwagen gibt es diesen Überkopflader und ein U-Boot (Grubenpersonenwagen).













Der Bahnhof der meterspurigen Kleinbahn in La Mure ist verwaist.




Die Bahnlinie führt bei Susville am nächsten Kohleschacht vorbei.




Am Kleinbahnhof von La-Motte-dÀveilans sind auch die Schienen rostig, hier ist schon lange nichts mehr an den hübsch sanierten Bahnhäuschen vorbeigefahren.







Bei einem Abstecher nach Därlikon in der Schweiz: Dieser Käfer steht Kopf, aber er läuft und läuft und läuft...aus. So war der Spruch aber nicht gemeint.




Nach 3310 km und 24 Tagen sind wir wieder zu Hause...

Wie nach jedem Urlaub mussten die beiden hinteren Radkappen und das Blech unter dem Lenkgetriebe ausgebeult werden. Da es das vordere Nummernschild dieses Jahr besonders getroffen hat, wurde es höher gesetzt.





Vorsorglich wurden die Benzinschläuche und die Schläuche zum Zusatzölkühler ausgetauscht.





Außerdem fielen beim Check die Benzinpumpe sowie der Zündverteiler der T3 Zündung durch und wurden erneuert. Neue Reifen waren auch fällig- die Strecken und der Fahrstil fordern ihren Tribut. Die Monroe Air Max Stoßdämpfer haben sich allerdings wieder bestens und störungsfrei bewährt.
 So gerüstet kann der Bus der nächsten Saison entgegensehen.

 
Werbung
 
Fahrtage
 
Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

Sonntag, 24.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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