Untertage im Siegerland 2010
Im Dezember 2010 hatten wir die Gelegenheit, in eine der großen Siegerländer Eisenerzgruben mit einzufahren.
Auf den ersten Metern war kaum etwas zu sehen, da die kalte Außenluft im Berg zu Nebel kondensierte.



Nach der Stilllegung um 1960 wurde die Grube zur Trinkwassergewinnung genutzt, zum Glück war das Wasser wieder abgelassen.



Nach 40m verkleinerte sich das Stollenprofil, gleich hinter dem Gitter gab es einige Löcher im Schlamm, man sank bis zur Hüfte ein. Vermutlich ist da die Rösche eingebrochen.







Rechts im Vordergrund liegt ein alter Förderwagen ohne Achsen.



Der Wagen hat eine Klappe an der Stirnseite.



Kurz darauf tauchte ein Rungenwagen auf, auch ohne Achsen, im Schlamm auf der Stirnseite stehend kaum als Fahrzeug zu erkennen.

















Der einzige Verbruch im Stollen ließ sich problemlos passieren






Bald erreichten wir die Schachthalle. Sie ist mit Elektro-
verteilerräumen und Anlagen zur Wasserhaltung und Bewetterung ausgebaut, gefördert wurde über den Tagschacht.









Ein Verteilerschrank in einem der Pumpenräume. Das Wasser wurde zu Betriebszeiten aus den tiefen Sohlen über die Rohre im Schacht hochgepumpt und über den von uns befahrenen Stollen ausgeleitet.



Hier ist das Licht schon lange aus





Hinter dieser Wettertür ist der Maschinenschacht





Vor uns geht es einige 100m m in die Tiefe. Das aufsteigende Wasser ist 17°C warm.





Doch es geht auch nach oben, einige Stockwerke über uns stand einmal der Förderturm, außerdem gibt es noch eine unspektakuläre Zwischensohle, auf der sich nur ein Bergmannsklo befindet. Oben ist der Schacht mit Eisenbahnschienen und Holz abgedeckt.





Auf diesem Foto ist mein Kumpel bereits 50m hochgeklettert und leuchtet von da in den Schacht.



Steinschlag im Schacht:
http://www.youtube.com/watch?v=zfy3T4s4Teg





Die Wettermaschine. Das Gebläse drückte die Frischluft in die Strecke hinter der Tür.





Dann wurde die Frischluft in den Wetterschacht und damit in die tiefen Sohlen gedrückt. Die verbrauchte Luft konnte über den Maschinenschacht entweichen. Deshalb gab es auch überall luftdichte Wettertüren.



Der abgesoffene Wetterschacht



Aus diesem Grund wurden auch die seitlich abgehenden Strecken zugemauert, damit eben keine Luft verloren geht.
Inzwischen sind wieder Löcher in den Mauern und wir können die alten Männer erforschen.



Die Grubenarchäologische Gesellschaft (GAG), deren Seiten ich nur empfehlen kann, war auch schon da.



Gleich hinter der Mauer Gipsausblühungen





Hier war das Wasser viel kälter.



Über dieser Schutthalde ist ein Rollloch in einen höhergelegenen alten Abbau.



Wieder zurück auf dem Hauptstollen



Auch diese Strecke wird erkundet



Gleich hinter der  Mauer taucht etwas im Scheinwerferlicht auf. An diesem Wagen ließ sich die Spurweite messen, 500mm. Im Hauptstollen liegen Schienen allerdings in 600mm.







Der Blick nach oben über der Schutthalde. Es geht eine Druckluftleitung nach oben.



Blick nach unten.



Daneben gibt es noch einen Strecke



http://www.youtube.com/watch?v=zYA6xEqmR_s





Nach 5 Stunden unter Tage freuen wir uns wieder auf das Tageslicht, inzwischen hat es 20cm Neuschnee gegeben.
Da die A45 wegen einiger witterungsbedingter Unfälle gesperrt war, fuhren wir durch den tief verschneiten Westerwald nach Hause. Ein schönes Erlebnis.
 
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Fahrtage
 
Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

Sonntag, 24.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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