Käferrennen & Treffen
Das erste Käfertreffen besuchte ich 1987 auf dem Parkplatz des Auto & Technik Museum Sinsheim. Meinen Käfer hatte ich da gerade 3 Wochen und war bis dahin überzeugt, einen der schönsten Käfer überhaupt zu haben. So wie ein 14 Jahre altes Auto mit Verkaufslackierung eben aussieht.
Aber bei der Einfahrt beschloss ich, doch besser etwas abseits zu parken, denn da glänzten Käfer in der Sonne, die ich mir so bisher nicht im Traum vorstellen konnte.
Damals war noch jedes zehnte Auto im Straßenverkehr ein Käfer, man musste sich schon etwas einfallen lassen, um sich damit von der Masse abzuheben.



Mit aufwändigen Lackierungen, Spoiler, Porscherücklichtern oder gechopptem Dach gelang dies auch.





In der Ausstellungshalle gingen mir erst recht die Augen über. Vor diesem 1303 stand ich lange und beschloss, meinen auch so umzubauen.
 Drei Jahre später war der Traum in die Realität umgesetzt.
 



Der legendäre MTM-Käfer



Ich könnte nun noch von dutzenden Käfertreffen berichten.

Die Szene traf sich in den 80ern im eher familiären Rahmen auf einem stillgelegten Militärflughafen bei Giebelstadt in der Nähe von Würzburg zum Käferblasen. Der Name war Programm, immer zwei Fahrzeuge traten auf der geraden Strecke gegeneinander an und gaben Vollgas, was das Zeug hält.

Hier ein paar Bilder von 1991, als die Veranstaltung zum letzten Mal stattfand.










Die Konkurrenz musste damals meistens den Staub von den Käfern schlucken.



Mitgemischt hat auch der Sonax Käfer. Der aufgeblasene Typ 1 (Käfer) Motor mit Lachgaseinspritzung und Garretlader leistete 632 Ps, der die 1/4 Meile aus dem Stand in 7,6s erledigte und dabei 306 Km/h erreichte.



Auf dem Besucherparkplatz konnte man sich die Autos in den neuesten Stilrichtungen anschauen. Spoiler waren inzwischen völlig out, aber viele Autos wurden alles andere als original aufgebaut. 










1991
Maikäfertreffen Hannover
Hier gab es einen Motorentestlauf.
Mehrere Käfermotoren wurden mit Salatöl anstatt Motoröl befüllt und mit 4000 U/min laufen gelassen. Sie liefen das ganze Wochenende. Am Ende der Veranstaltung ließ man das Salatöl an den laufenden Motoren ab. Einer wurde nach ein paar Minuten langsamer und blieb einfach stehen, der andere starb bei voller Drehzahl mit einem hässlichen Geräusch. 



1991 in
Schleswig-Holstein



Noch Fragen?















Haubensurfen





Käferverschranzen
Ein 76er wurde zum Treten für alle zur Verfügung gestellt. So einen 1200er wollte damals trotz gutem Zustand keiner haben und so war allen klar, dass er den Tag nicht überleben würde.
Bei dem Heizen auf dem Acker hat er sich hier schon mehrmals überschlagen.



Auf dem Bild ist er bereits gut bearbeitet. Am Ende des Tages fuhr dann ein riesiger Traktor darüber, aber er war nicht totzukriegen und fuhr immer noch.




1991 in
Heilbronn











Das Käferrennen auf dem Heidbergring Geesthacht bei Hamburg war für mich von 1990-95 eine Pflichtveranstaltung und oft bin ich auch mitgefahren. Es gab aber viele Unfälle auf dem engen Ring und nach jedem Wochenende gab es ein paar verunglückte Käfer.
 










Diesem 1303 sieht man seine Potenz an





Während dieser schnelle Ovali eher zur Gattung " Wolf im Schafspelz" zählt. Er war einer der Allerschnellsten.



Wie man sieht, hatte so manch einer das Messer zwischen den Zähnen.



Unter großem Gelächter des Publikums versuchten immer wieder 911er, GTIs, Mantas und Capris den Käfern zu zeigen, wo der Hammer hängt. Gegen die gemachten Käfer hatten die aber keine Chance, so wie hier dieser 924er.




Fassy trat 1992 mit seinem Käfer beim KICK THE MIG zum Beschleunigungsrennen gegen ein Kampfflugzeug an. Doch dazu gibt es in der Rubrik Dragsterrennen mehr.




Der Käfercup wurde damals auch oft in Hockenheim ausgetragen. Es war erstaunlich, wie schnell die Rennsemmeln gegenüber anderen Rennserien waren. 










Nun machen wir einen Zeitsprung in die Gegenwart.
Eine meiner liebsten Veranstaltungen ist die Hockenheim Historic.
Hier gibt es ein ganzes Wochende historische Rennserien wie Youngtimertouring Car Challenge, Kampf der Zwerge, Booss GP, FIA Lurani Tropy, Super Sports, Niederländische Tourenwagenmeisterschaft, Race History on Track und weitere. Da wird auch richtig heftig gekämft.
Der Platz bei der Mercedes-Tribüne ist für uns Fahrer von Oldtimern und Sportwagen reserviert, so dass es dort ein Treffen im Ring gibt. Es versammeln sich dort bis zu 1000 Fahrzeuge, deren Besitzer altes und schnelles Blech vergöttern.



















Nun dürfen wir endlich die Rennstrecke unter die Räder nehmen.
Was dann so abgeht, zeigt dieser Film:

mit dem VW Typ3 auf dem Ring
 




















Ein Blick ins frei zugängliche Fahrerlager:



Fiat 600



Fiat 850 Abarth






Die Formel V spielte einst auch eine große Rolle.
Je nach Klasse bestehen die Renner aus mehr oder weniger Käferteilen.
Eindeutig sind hier die Käferachsen zu erkennen.



Hier Käfermotor und Getriebe, natürlich umgedreht.







Gegen die Rennkäfer sieht so mancher Renn-Porsche auf der Stercke alt aus.









Ford Mustang



Audi 80 GTE im originalen Lackkleid



Abends gehört der Ring den Oldies. Es wird versucht, einen Rekord mit 1000 fahrenden Oldtimern auf dem Ring zu erreichen, was jedes mal nur knapp verfehlt wurde. Auch recht, dann gibt es nächstes Mal wieder ein Rekordversuch.

 







Diese Veranstaltung mit moderaten Eintrittspreisen kann ich nur weiterempfehlen.

Hier noch ein paar Filme:

Käfer zieht Porsche ab

Flammender Porsche

holländische Tourenwagen

Crash bei hist. Formel 2

 
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Fahrtage
 
Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

Sonntag, 24.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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