Frankreich 2017

Ab in den Süden 2017 - Altbergbau um Grenoble, hoch hinaus im Piemont, quer durch die Cevennen und die Camargue, zurück über die Provence Alpen...immer auf der Suche nach eher außergewöhnlichen Attraktionen.
 
Ziemlich kurzfristig starten dieses Jahr zwei T2 an einem Donnerstagabend im Juli in den Urlaub.





Auf der Anreise stoppen wir am nächsten Tag bei Cruseilles:
An so einer tollen Hängebrücke kann man nicht vorbei fahren.
 





Weiter geht`s nach Chambery. Die Loks im Montagnole Werk stehen unverändert (vergl. 2014)




Nächster Halt ist 50 km weiter hoch in der Chartreuse vor einem winzigen Steinbruch. 
Hier interessiert die Klassifizierung im Miniaturformat.








Nach einem Marsch erreichen wir die Anlagen des Zementwerk Crolles
Der Stollen und die Seilbahnstation über Crolles werden ausgiebig besichtigt.












In Sappey, auch hoch in den Bergen über Grenoble, wurde auch Zement hergestellt und unterirdisch gefördert. Ein Brennofen wurde halb vom Fluss weggerissen.




Neben der Trasse der Grubenbahn gibt es Wannen von Loren und Zweizapfenkipper zu entdecken.






















Hier zweigt ein Bremsberg ab. Fundamente einer Haspel und eine Schranke sind zu sehen. 60 Meter tiefer steht das Wasser, vorher ist eine riesige Halle angeschnitten.









Macht mal einer das Licht an da unten...




Wir fahren nach zwei Stunden aus und haben nur einen Bruchteil gesehen.






Ein weiteres Zementwerk steht auf dem Plan, wir kennen es bereits von 2013 und 2014.
Leider ist es stark von Sprayern heimgesucht worden.






















Natürlich schauen wir auch unter Tage nach dem Rechten.






Tief im Berg entdeckten wir noch eine Strecke welche wir bisher noch nicht kannten. Sie hat einen ungewöhnlich großen Querschnitt und war anscheinend für zwei Gleise nebeneinander ausgelegt, ist aber sehr steil so dass keine Lok die Steigung mit einem Zug schafft. Aufgrund von Kurven war das auch kein Bremsberg und Halter für Fahrdraht sind vorhanden. Leider ist die Strecke verbrochen so dass die Funktion hier leider ein Rätsel bleibt.




Der Schwellenstapel wurde als Pausenraum genutzt und offensichtlich viel Alkohol konsumiert.






Unerklärliche Aufzeichnungen.




Anschließend Übernachtung im Tagebau darüber.




Auch den unterirdischen Marmorsteinbruch (vergl.2012) kann man nicht zu oft besuchen.




Die Dichte der Zementwerke ist hier sehr hoch. Hier wandern wir eher planlos über den Tagebau, denn die riesigen Hohlräume im Vordergrund hatten wir auch schon 2014 abgehakt. Doch anstatt alter Stollen finden wir nur Verteidigungsanlagen.









 

Am gelben Bus zieht die Bremse schief, zum Glück liegt die Firma Serial Kombi, deren Spezialgebiet Teile für luftgekühlte VW Bus sind, auf dem Weg zum nächsten Programmpunkt und nach einer halben Stunde Schrauben auf dem Firmenparkplatz bremst der Phönix wieder gerade. Die Berge können kommen.

 https://www.serial-kombi.com/fr-FR/





In den Bergen über Brignoud ist die ehemalige Anthrazitgrube Mine de la Boutiere.
Betrieb war ab 1858, mechanisiert wurde 1910 mit Grubenbahn, Grubenpferden und einer Seilbahn mit 800m Höhenunterschied bis zur Papierfabrik Brignoud.
1930 fiel dieser Abnehmer weg, die Seilbahn wurde stillgelegt und es gab nur noch wenig Betrieb bis die Grube 1954 ganz stillgelegt wurde.
Wir folgen zunächst den Seilen der Seilbahn im Wald, es gibt keine Weg zur Grube, bis zum verbrochenen Stolleneingang.
Die Menge des im Wald verteilten Schrotts ist beachtlich.
Schienen, Hunte, Kreiselwipper, Bremsberg, Seilbahn, Loren. Einem Bruchteil davon zeigen die folgenden Bilder.
Die Hunte sind echt schön und teilweise bergungswürdig, aber man müsste sie aus dem Wald tragen. Auch ein Kreiselwipper in freier Wildbahn ist schon selten.






















Traurige Reste einer Petolat Lore





























Seilscheibe der Seilbahn.
An der Welle hat das Lager gefressen, aber richtig.












Der Kreiselwipper.












Schmelzofen mit Decauville Lore in Allevard.








Aufstellung mit einem Renault Goelette, eine Mischung aus Kleinbus und Unimog, hier als Tankwagen.




Kurzbesuch in Saint-Georges-d'Hurtières. Das auf Massentourismus ausgelegte Besucherbergwerk spricht uns nicht an, aber die im Dorf abgestellten Loren, Zweizapfenkipper und Fahrschemel. Zweizapfenkipper wurden in Frankreich wesentlich länger gebaut als in Deutschland (bis 1890).














Unterirdischer Gipsabbau in der Nähe von Saint-Jean-de-Maurienne. Riesige Hallen in denen offensichtlich mit LKW gefördert wurde. Wir sind hier knapp eine Stunde unter Tage.






















Dem Schieferbergbau ist dieses Denkmal am Ortseingang von Saint-Julien-Mont-Denis gewidmet. Die Loren habe ich vor drei Jahren noch in den Bergwerken stehen sehen, sie müssen mit dem Hubschrauber aus dem unzugänglichen Bergen geholt worden sein.














Auch wir klettern wieder nach oben, durch die Dornenbüsche, die extrem steilen Schieferhalden hinauf. Nun bin ich schon das vierte Mal hier und jedes mal gibt es neue Gruben und Loren in dem riesigen Grubenfeld zu entdecken. Anderseits sind manche Stollen, die ich 2013 noch erkundete, inzwischen völlig verbrochen. Auch die heute neu entdeckten Stollen sind alle extrem brüchig und nach wenigen Metern nicht mehr begehbar. 
Jeder Betrieb hatte seine eigene kleine Seilbahn vor dem Stollen, man braucht nur den Seilen nach klettern, und Seile gibt es hier viele. Das klingt einfach, ist es in dem Gelände aber ganz und gar nicht.
Die erste Seilbahn ist erreicht.














Wir kommen wieder nur wenige Meter in den Berg also geht es immer weiter nach oben bis eine Spalthütte in Sicht kommt. Hier liegt wieder Schrott herum...
















In Sichtweite auf gleicher Höhe ein Trafohaus mit einem zusammengebrochener Anbau für die Kompressoren.










Über uns sehen wir immer noch Halden und einge Stahlseile die nach oben führen. Also steigen wir trotz Dämmerung weiter hinauf.
Hoch oben findet sich in einem Murenabgang ein Schlupfloch. Die Tür, gleich hinter dem Eingang, steht sicher schon 70 Jahre offen. Vielleicht ist sie schon nach dem nächsten Winter unerreichbar.




Blick zurück - eigentlich war es keine gute Idee hier rein zu krabbeln. Sarah wartet deshalb draußen.



Wieder ist nach 10 Meter kein Durchkommen mehr.
Wir machen uns auf den Rückweg, es ist Stockdunkel, wir rutschen die Schieferhalden hinunter, durch die Murenabgänge und die Dornenbüsche. Zu allem Überfluss kreist jetzt über uns ein Hubschrauber, obwohl wir sicher sind dass wir die Lawinenwarneinrichtungen nicht ausgelöst haben.




Nach einer ruhigen Nacht am Rande der Schieferschlucht - auch die Wölfe haben wir nicht gehört - wandern wir wieder zum Flusstunnel.








Anschließend fahren wir über den Col de Galibier, 2645m hoch, bekannt von der Tour de France.
Den beiden T2 mit Vergasermotoren geht hier oben merklich der Sauerstoff - und damit die Leistung - aus.
Trotz des landschaftlichen Hochgenuss bin ich mit den Gedanken schon bei der Abfahrt an der Südrampe, denn dort wartet eine 1945 aufgegebene Tunnelbaustelle auf Erkundung.










Hier kommt der Tunnel in Sicht, es wird schon dunkel, wir haben definitiv zu viel Zeit in den Schiefergruben von Maurienne vertrödelt.






Zunächst wurde ein Stollen mit zwei Meter Höhe vorgetrieben und verbaut, dann verbreitert und das Profil der späteren Röhre ausgegraben, verschalt und betoniert. Erst danach wurde das gesamte Profil ausgegraben - doch dazu kam es nicht mehr.
Es gab in dem 700 Meter langen Tunnel verschiedene Bauabschnitte welche unterschiedlich weit fertig gestellt waren. Im festen Gebirge war der Tunnel teilweise bereits im Vollprofil ausgehauen. Die einzelnen Bauabschnitte hatten jeweils einen kleinen Querstollen ins Freie, in einem stehen die Loren unter Wasser, zusammen mit kleinen Gleisjochen, Stahlseil und weiterem Schrott. Außer den Verbau- und Verschalhölzern liegen große Schablonen herum, mit welchen der Radius des Tunnelprofils exakt im Gestein ausgehauen wurde.

Kurz hinter dem Eingang empfängt uns das Murmeltier, die Zeitreise beginnt.
















































Inzwischen ist es längst dunkel, die beiden T2 und Claudia warteten zwei Stunden auf unsere Rückkehr am Rand der Passstraße, und wir haben noch keinen Übernachtungsplatz...








Nach einer gemeinsamen Woche in den Savoyen trennten sich die Wege der beiden T2 und ihrer Besatzungen.
Uns stand der Sinn nach Höhenluft daher steuerten wir das Piemont an.

Die Straße über den Col de l’Echelle verbindet Briancon mit Bardonecchia.








In früheren Jahren nahmen wir schon den höchsten Pass und den höchsten Tunnel unter die Räder, diesmal sollte es mit Colle Sommeillier der höchste legal mit einem Geländewagen befahrbare Punkt Europas werden.
Die Anfahrt beginnt in Bardonecchia und führt zu dem kleinen Ort Rochemolles. Kurz danach beginnt der unbefestigte Teil. Am Stausee Lago di Rochmolles vorbei und hinein in das Hochtal bis zum Rifugio Scarfiotti am Ende des Tales. Danach wird die Strecke sowohl gröber als auch schmaler (SG 4). Mit 16 Kehren wird die Stufe zur Pian dei Morti überwunden, ab hier ist Mondlandschaft und der erste Schnee. Hat man die steinigen Hochebene passiert, folgt noch einmal ein Anstieg über vier enge Kehren hinauf auf 2996 Meter. 









Der Endspurt führt über diese vier Kehren durch diese Geröllhalde. Nun wir sind von letztes Jahr in Albanien einiges gewohnt, aber später werden uns die Fahrer von Geländewagen fragen, "ob er uns nicht leid tut".








Zunächst steht der T2 ganz allein da oben, während wir weiter nach oben wandern, gesellen sich immer mehr Geländewagen dazu.






Hochgerüstete Landrover, Hilux, Landcruiser und Puch Pinzgauer füllen inzwischen den Platz.


















Zurück auf 2000 Höhenmeter beschließen wir hier erst mal zu rasten. Aus der Rast werden 20 Stunden.




Zurück an Rochemolles vorbei, nach 40 Km kommt nun wieder Asphalt unter die Räder.





Über den 

"steigen " wir in die Assietta Kammstraße ein.










Hier beginnt die eigentliche Kammstraße. Auf den nächsten 33 Km bewegen wir uns immer zwischen 2000 und 2500 Höhenmeter auf der ehemaligen Militärstraße mit herrlichen Ausblicken ins Tal und an vielen Verteidigungsanlagen vorbei. Am höchsten Punkt übernachten wir.
 



























Einen Gipfeltunnel am Colle de Sestriere, dem nördlichsten Pass der Assietta, gibt es auch. Die Nordseite ist verbrochen, aber das Südportal ist begehbar und man kann den Tunnel von innen bis zum gesprengten Nordportal begehen.












Auch einige Bunker am Wegesrand werden kurz inspiziert.












Hinter Thures liegt ein schönes Hochtal. Hier ist es ruhig und man kann schön wandern.
















Im letzten Winter gab es hier einen Felssturz. Die 40 Tonnen schweren Brocken haben es bis ins Tal geschafft und beachtliche Vertiefungen bei ihren Aufschlägen hinterlassen. Die Forststraße musste zwischen den Felsen durch gelegt werden.



Und täglich grüßt das Murmeltier.








 

Nach zwei erholsamen Tagen hier steuern wir zügig über Briancon und Embrun die Cevennen an.

Das Ortsschild von Veynes tauchte auf... Veynes...da war doch was...

Das ehemalige Zementwerk war schnell gefunden, seit 2000 umgebaut zur Festhalle der Gemeinde.




Gleich darüber öffnet sich der Berg.






Nach einem Marsch auf der ehemaligen Grubenbahntrasse erreichen wir einen weitläufigen Förderstollen.
















Die ehemalige Trasse der Grubenbahn erreicht die D 348 welche das Gelände des Tagebaues tangiert, und wir interessieren uns für das verwilderte Häuschen auf dem Grubengelände.




Durch das Loch im Holztor lässt sich ein Citroen Ami 6 im Dornröschenschlaf erspähen.
Das Fahrzeug mit Ententechnik und der skurrilsten, hässlichsten Karosserie überhaupt wurde von 1961-69 gebaut.




Darüber ist wieder ein unterirdischer Abbau.












Im Tagebau darüber gibt es noch mehr Löcher im Berg.
Zu diesem hier muss man allerdings erst herunterklettern.






Doch diesmal geht es nur wenige Meter in den Berg, dafür gibt es mehrere Durchbrüche nach unten.




10 Meter tiefer ist alles sehr bröselig...






Das spärliche Tageslicht scheint durch die Durchbrüche des oberen Stollen, hier unten ist es zu gefährlich, also schnell noch ein paar Fotos und dann wieder rauf.




Viele weitere Stollen sind von der Erosion kaum noch zu erahnen.
Der Blick zurück in dem vom Tagebau durchwühlten Tal zeigt wie weit wir inzwischen von Veynes und dem ehemaligen Zementwerk entfernt sind.




Auf dem Weg in die Cevennen wollen wir uns die Hütte von La Voulte-sur-Rohne anschauen. Doch leider kommt man nicht auf das umzäunte Gelände. Rechts im Bild sind die Hochöfen auf der untersten Etage zu sehen.




Beim nächsten Programmpunkt, der ehemaligen Blei-Zink-Grube Saint Cierge La Serre, haben wir mehr Erfolg. Wir wandern auf der ehemaligen Trasse zu den Tagesanlagen mit zwei Sudpfannen.





















































Die ehemalige Kohlegrube von Prades liegt auf einem Privatgrundstück. Die freundlichen Franzosen waren gerade bei der Gartenarbeit, sie bemühten sich um eine Verständigung mit ihren wenigen Brocken Englisch, ich darf alles fotografieren und man freut sich sehr einen Besucher aus dem schönen Heidelberg zu haben.
 



















Am nächsten Nachmittag sind wir bereits mitten in den Cevennen. Endlose Wälder aus Kastanien und Pinien kurvt man bergauf, bergab auf schmalen Straßen, meist geht nicht mehr als Tempo 30.
Die Badestelle von Vialas interessiert uns eher nicht.




Dafür die ehemalige Silberaufbereitung umso mehr.
Besonders interessant an der Anlage ist der schräge, am Berg gemauerte Kamin, welcher sowohl auf dem historischen Bild als auf meinen Fotos zu sehen ist. Hochbetrieb war hier an der einst wichtigsten Silbergrube Frankreichs im 18 u. 19 Jh, Teile der Gebäude stammen von 1781.


















Erzbunker






Der schräge Kamin


























Nach der Besichtigung des Flußtunnels wandern wir auf der ehemaligen Grubenbahntrasse. Sie fiel bald der Erosion zum Opfer, wir kommen also nicht weit flußabwärts.






Also geht es die gefühlt senkrechten Halden nach oben, um weitere Grubengebäude und Stolleneingänge vorzufinden.








Einen Tag später fahren wir durch die Tarnschlucht, haben leider schlechtes Wetter und trotzdem sind ziemlich viele Touristen hier.













Abseits finden sich schöne Plätze zum wild campen und die Sonnen scheint wieder am nächsten Tag.




Weiter geht es durch die Cevennen, durch La Roque-Sainte-Marguerite.




Auf einer kargen Hochebene im Südwesten der Cevennen liegt Campestre-et-Luc.
Im Sommer ist es staubig und heiß, im Winter weht ein kalter Wind. Außer Schafe und Ziegen halten hat man hier nicht viele Möglichkeiten.
1856 wurde hier eine Strafkolonie für 300 Kinder und Jugendliche im Alter von 6-21 Jahren errichtet, welche in der Landwirtschaft arbeiten mussten.
In 2 Kilometer Entfernung des Straflagers befindet sich eine Höhle, die damals nur über einen 80 Meter tiefen senkrechten Zugang, eine lotrechte Doline, erreichbar war.
1863 kam man auf die Idee, dort unten Roquefort (Käse aus der Rohmilch von Schafen) von den Kindern herzustellen zu lassen. Dazu baute man ein „Schachtgebäude“ mit einer Winde an die Abbruchkante der Höhle.
Um den Betrieb zu intensivieren, ließ man die Kinder 1882 einen 200 Meter langen Stollen von einer zweiten, schüsselförmigen Doline aus vortreiben. Dieser Stollen erreicht die Höhle in 12 Meter Höhe, so dass noch eine Treppe gebaut werden musste.
Das Lager und die Anlage waren bis 1904 im Betrieb, 104 Kinder starben in dieser Zeit hier.

Wir fahren zunächst das ehemalige Straflager an, das sich von den anderen landwirtschaftlichen Betrieben nur durch Gitter vor den Fenstern unterscheidet.






Die Ausdehnung der kargen, einsamen Gegend machten wenig Sicherungsmaßnahmen nötig, wer will in dieser Steppenlandschaft abhauen.




Nach einiger Suche entdecken wir die Spitze der Ruine des sechsstöckigen „Schachtgebäudes“, das aus dem Dickicht ragt.
Obwohl wir direkt an der Abbruchkante stehen, ist die Höhle aufgrund der üppigen Vegetation nicht zu erkennen.






Den Keller des „Schachtgebäudes“ in dem die Winde steht kann man in einer halsbrecherischen Aktion erreichen.
Hier unten erkennt man nun auch dass man in einer Höhle ist.
Mit der Winde wurde der Käse hochgekurbelt.








Unweit davon der „Wetterturm“ über einem Luftschacht.
Er ist allerdings nicht fertig gestellt und nur 30 Meter tief.




Die zweite Doline, in der sich der 1882 angeschlagene Stollen befindet.










Die "Käsehöhle" kommt in Sicht. Ein riesiger, natürlich entstandener Hohlraum.




















Der nach oben offene Teil der Höhle.




Von hier unten last sich das "Schachtgebäude" 80 Meter über uns heran zoomen, schwierig gegen das Licht.






Wieder zurück durch den 200 Meter langen Stollen, sind wir froh das Tageslicht als freie Menschen zu erreichen.













Die ehemalige Flussschleife von Navacelles ist sehenswert, wir erreichen sie bei Sonnenuntergang und übernachten kurzerhand hier oben, daher gibt es ein Bild von abends und morgens.




Ein prähistorischer Steinkreis nahe Blandas.




Der ehemaligen Erzaufbereitung von Saint-Laurent-le-Minier hat der Ort seine einzige Sehenswürdigkeit zu verdanken, dem Staudamm mit der Cascade De La Vis. Wir interessieren uns mehr für die Anlage selbst. Im Tal dahinter soll es dutzende alte Gruben geben. Ein Plan hatte ich zwar, doch in dem wild bewachsenen Gelände hätte die Suche zu viel Zeit beansprucht. 






 

Daher suchen wird den moderneren Bergbau oberhalb des Ortes. Die Mine des Malines war bis 1991 in Betrieb. Ihre riesige Halde dominiert das Tal und hat einen Staudamm, das war wohl eher ein Schlämmteich. Vor dem Grubengebäude steht eine Auflieger, in dem das Grubenwasser der Blei-Zink-Grube gereinigt wird, der schwermetallhaltige Schlamm läuft über Förderbänder in bereitgestellte Container. Von den 4300 Kilometer Stollen und Strecken, die es hier gegeben haben soll, ist kaum etwas zu entdecken.
Doch weiter oben stehen alte Schmelzöfen und auch Schrott liegt auf den Halden und im Wald herum. Mineraliensammler haben die Halden druchwühlt.












Der Blick von oben auf die Halde, das Dorf liegt rechts darunter.




Auf einer der oberen Halden beziehen wir Quartier.




Durch diesen Stolleneingang habe ich trotz mehrerer Versuche leider nicht durchgepasst, die Mauer ist einen Meter dick und das Loch verjüngt sich nach hinten. Doch der Blick ins Innere war schon verlockend.






Nun ruft das Meer. Der Plage de Beauduc ist noch 150 Kilometer entfernt. Am Nachmittag erreichen wir die Camargue und bewundern die vielen wilden Flamingos.






Waren die Straßen durch die Sümpfe der Camargue schon schlechte Schlaglochpisten, wird es jetzt auf den letzten 12 Kilometern zum Strand sehr holprig, steinig und - salzig. Weite Strecken fährt man auf Dämmen durch das Meer und Salzseen. 








Die letzten Meter lassen sich nur bei Ebbe befahren, und auch dann noch durch Pfützen mit Meerwasser.




Denn bei Flut steht hier das Meerwasser.














Das illegal errichtete Dorf Beauduc hier draußen ist uns auch ein Besuch wert. 




Außer einem Renault Super Goelette, unter dem junge Katzen sitzen fand ich jedoch kein lohnendes Motiv. 



Drei Tage am Meer sind genug.
Jetzt steht der ehemals größte Schiffstunnel der Welt auf dem Programm.
Ehemalig, denn er ist seit 1963 auf eine Länge von 200 Meter eingestürzt.
Der Rove-Tunnel liegt zwischen Marseille und Marignane und verband den Etang de Berre mit dem Mittelmeer.
Seine Maße sind beachtlich: stattliche 22 Meter Breite, 15 Meter Höhe, 4 Meter Wassertiefe, 7,2 Kilometer Länge. Dies ließ ein Begegnungsverkehr von 1500 Tonnen Frachtern zu.

Geplant wurde bereits seit 1850, gebaut wurde von 1911-27, mit dreitausend Arbeitern, darunter auch deutsche Kriegsgefangene. Eingesetzt wurden zwei amerikanischen Bucyrus Dampfbagger und ebenfalls amerikanische Drucklufloks.
Letztere kamen im Tunnel zum Einsatz, welcher in Handarbeit erstellt wurde, während die Bagger den drei Kilometer langen Kanal von Nordportal zum See gruben.
Natürlich kam auch Feldbahn zum Einsatz.

http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b6946276n

http://www.laprovence.com/article/edition-marseille/3803841/le-tunnel-du-rove-fait-sa-percee.html

Wir steuern den nördlichen Eingang an und steigen mitten im Stadtteil Bouvier in den drei Kiilometer langen, verwilderten Kanal ab, welcher zum Nordportal führt.
Der Steg ist stellenweise zusammengebrochen. Nach einem Kilometer würde man die Verbruchstelle erreichen, die mich natürlich interessiert hätte. Leider kommen wir nur ungefähr 250 Meter weit, da dann der Steg völlig zusammengebrochen ist und das Weiterkommen als Spaziergänger mit Frau und Hund nicht mehr möglich ist.
Beeindruckt von der Größe und der Akustik, enttäuscht dass solch ein prächtiges Bauwerk dem Verfall preisgegeben ist treten wir den Rückzug an.
Immerhin haben 300 Arbeiter beim Bau ihr Leben verloren.


























In den Provence Alpen, hier zwischen Estoublon und Blieux, genießen wir noch einmal hohe Berge, schlechte Wege und herrliche, menschenleere Landschaften. Die Provence Alpen sind die bevölkerungsärmste Gegend Europas. Auf 40 Kilometern begegnet uns in zwei Tagen nur ein Geländewagen.


















Nach dem Besuch des Wochenmarkts in Sisteron geht es zügig über die Alpen nach Hause, nach knapp vier Wochen ruft die Arbeit.






Vor dem Urlaub wurde der 42-jährige Absorberkühlschrank gegen einen Kompressorkühlschrank getauscht, der nur noch mit 12V läuft. 





Der neuer Kühlschrank wurde in den Westfalia Küchenblock eingepasst. Das war jetzt eine tolle Sache, immer 8°C im Kühlschrank und mehr Volumen als vorher.






Allerdings muss man jetzt mindestens zwei Stunden am Tag fahren, sonst zieht er zusammen mit den anderen Verbrauchern die Batterie leer. Ein Solarkoffer schafft Abhilfe, links im Vordergrund. Hat super funktioniert, so wie der ganze Bus auf 3300 Kilometer. 


 


 

 
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Fahrtage
 
Sonntag, 15.4.2017 11-17 Uhr
Sonntag, 1.7.2017 11-17 Uhr
Sonntag, 23.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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