Basaltabbau in der Eifel 2007, 2015



In Mayen gibt es ein riesiges Bruchfeld, seit Jahrhunderten wurde Basalt abgebaut. Ein Teil ist mit einer Kunstausstellung öffentlich zugänglich.




Überall sind Kräne zu sehen, mit denen die Basaltbrocken aus den Brüchen und Gruben auf die Feldbahn gehoben wurden.




Im Lauf der Zeit wurde alles Gestein um die Kräne herum abgebaut, bis sie irgendwann einsam auf einem Turm standen.




Im Mittelalter wurden Mühlsteine hergestellt aus Basalt und vor Ort behauen, der dabei entstandene Schutt wieder in alte Abbaue verfüllt. Später wurden Pflaster- und Fluss-Steine abgebaut, und die Schuttberge wuchsen ins Gigantische. So entstand der "alte Mann". Zu Beginn der Industrialisierung wurden die Schuttberge als Schotter wiederentdeckt und speisten jahrzehntelang drei Schotterwerke. Gefördert wurde mit großen Lorenzügen. Eines der Schotterwerke ist heute noch in Betrieb.






Hier bekommt der Begriff fliegendes Gleis eine ganz neue Bedeutung.




Der Basalt ist ein erkalteter Lavastrom, nur wenige tausend Jahre alt, das Material hat in der Mitte die beste Qualität.
Deshalb wurde in den früheren Jahrhunderten auch unterirdisch abgebaut.






Ein erster Blick unter Tage...




und nach oben... der lockere Brocken dürfte 3 Tonnen wiegen.




Weiter geht es auf der Landstraße in Richtung Bell, es wurde eine Straßenbrücke über einen 40m tiefen Bruch gebaut. Am Rande des Steinbruches stehen dutzende Kräne und eine Lafette.




Im umliegenden Gelände sind viele Kräne an den Brüchen zu finden, bestimmt über 100 Stück.
Sie hatten Elektroantrieb und jeder einen eigenen Anschluss an eine Überlandleitung. Die Bretterbude als Schutz für Motor und Kranführer ist bei den meisten Maschinen zerfallen.




Bilder von vergangenen Zeiten:




In der Nähe schlüpften wir in einen unterirdischen Abbau. Die Hohlraüme haben 10-20m Höhe, eine Abbaukammer geht in die nächste über, man konnte stundenlang unterirdisch unterwegs sein und merkte plötzlich, dass man im Kreis gegangen ist. 
Fotografieren war wegen der Größe und dem schwarzen Basalt nur im Eingangsbereich mit Tageslicht möglich.




Nächster Programmpunkt war die Wingertsbergwand, ein Querschnitt durch die Ablagerungen eines Vulkanausbruchs.




Dieser Seilbagger im Steinbruch daneben muss auf seine alten Tage immer noch ein Förderband stemmen:


                                                                         


In der Umgebung sind viele Denkmale aufgestellt:












Die Brohltalbahn liegt in unmittelbarer Nähe:







Im Februar 2015 nahmen wir uns auf der Durchreise 3 Stunden Zeit für den Basalt um Mayen.
 
Zunächst ein Blick ins Museumslay Mendig




Irgendwo hinter den Büschen...


















Das Brecherwerk Mayen, über die Brücke fuhren einst Loren.






Solche hölzerne Bauten brannten oft während des Betriebs wegen Lagerschäden ab.




Das Winfeld Kottenheim.
Museal hergerichteter Kran, freigelegte Gleise in 750mm Spurweite und eine Steinbrecherhütte.
Hier in den Kottenheimer Steinbrüchen wurden die Absetzcontainer LKW erfunden.















Das Ettringer Lay






Viel zu schnell ging wieder die Sonne unter.

Der Vulkanpark Eifel ist eine Reise Wert.

 
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Fahrtage
 
Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

Sonntag, 24.9.2017 11-17 Uhr

Fahrten mit dem Personenzug
nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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