Schwerspat Schriesheim 1988, 2010, 2012
In Schriesheim gibt es nicht nur das mittelalterliche Silber-und Vitriolbergwerk Anna-Elisbeth, dessen Besuch ich nur empfehlen kann, sondern auch Schwerspatabbau. Wir beginnen unsere Tour am Zechengebäude "Lange Schaar". Rechts im Bild ist die Trasse der Grubenbahn zu sehen, die zur Verladeanlage führt.


Hier sehen wir das verbrochene Mundloch des "Mördischbacher Stollen". Bis 1939 war Betrieb, dann war das Schwerspat-vorkommen völlig abgebaut. Der Stollen war immerhin 381m lang.


Nach einem kurzem Marsch sind wir auf der "Oberen Griet"  angekommen und sehen große Pingen vor uns.


Ein paar Meter weiter öffnet sich ein Schacht vor uns, und was steckt darin?


Die Überreste eines frühen VW 1500 Variant, wie ich auch einen besitze. Hier ist die Unterseite des Käfermotors mit Pendelachsgetriebe und Rahmengabel zu sehen. Das Baujahr des Torsos liegt zwischen 1962-66. 


Wenige Meter höher öffnet sich der nächste Schacht, er ist immerhin noch 17m tief.


Nun geht es zurück ins weite Tal, wo sich der Schwerspatgang über den nächsten Bergrücken zieht und in Form der "Spatschlucht" abgebaut wurde.







1824 wurde die Spatschlucht von einem Konkurrenten mit einem Stollen unterfahren. Vor über 20 Jahren haben wir den Stollen mit der Schriesheimer Bergwerksgruppe wieder aufgegraben.


Der Schwerspatgang zieht sich noch über mehrere Bergrücken.
In Nordwestlicher Richtung trifft man im Bannwald auf weitere Abbaupingen...


und auf die Überreste dieses Schachtes. Dieser wird später noch mehrfach eine Rolle spielen.




Ende 2011 tat sich dann unweit des Schachtes, direkt neben dem Wanderweg, der Boden auf, was natürlich unser Interesse weckte.


Da der Tagbruch nicht stabil war, konnten die Seitenwände nicht belastet werden und erforderten eine aufwendige Seilkonstruktion.






In sieben Metern Tiefe mündete der Tagbruch in ein Überhauen und dann in eine kleine Strecke.


Am einen Ende gelangte man zum verfüllten Schacht, am anderen befindet sich dieses Gesenk, welches wohl nur Dank der gerade vorherrschenden trockenen Wetterlage wenig Wasser hatte.



Auf dem Rückweg gingen wir an der Halde eines neuzeitlichen Stollens vorbei. Auf ihr kann man heute noch die Schwellenabdrücke der Grubenbahn erkennen.


Das Mundloch des verbrochenen Stollens.


1988 konnte ich diesen nach kurzer Grabung öffnen und auf die Größe eines Fuchsloches erweitern.


Der Durchschlupf von innen gesehen.
Im Vordergrund zerfallene Verbauhölzer.






Auch dieser Stollen endete an dem verfüllten Schacht.


Doch der Schwerspatgang läuft auch in südlicher Richtung, Fortsetzung folgt.
 
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Sonntag, 2.7.2017 11-17 Uhr

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nach Bedarf, zwischendurch
mit vier Lorenzügen

Führung durch die Feldbahnsammlung
um 13:00 und 15:30 Uhr
 
 
 
 

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